Ich wurde am 17. September 1976 in Remscheid-Lennep geboren. Genaugenommen auf dem Territorium des berüchtigten Amtes 2. Das ist dabei nicht als beiläufige Randnotiz zu verstehen, sondern als präzise verwaltungsinterne Einordnung meines Ursprungs. Bereits an dieser Stelle zeigt sich eine gewisse Affinität zu strukturellen Strukturen. 

Mein politisches Leben begann in den Jahren von 1991 bis 1993 im Umfeld der SAV (Sozialistische Alternative Voran), da mich der Mauerfall derart bestürzte, dass ich sofort der Meinung war, den „antifaschistischen Schutzwall“ auf sozialistischem Weg von dieser Seite (Westen!) wieder errichten zu können. Ich sollte ob der Tatsache, dass der Osten der Republik mittlerweile hoffnungslos verloren ist, Recht behalten. Diese erste Phase war außerdem geprägt von grundsätzlichen inhaltlichen Annäherungen an politische Fragestellungen. Beispielsweise wurde hier bereits meine Affinität zu einer knallharten linksextremen Agenda gestärkt. Im Jahr 1993 erfolgte der Eintritt in die SPD, der ich bis 1998 angehörte. Hier standen insbesondere das Verständnis institutionalisierter, extrem unsinniger Parteiarbeit sowie die praktische Destrukturierung dieser Partei im Vordergrund, was sich als sehr erfolgreich erwies.

Aufgrund mittlerweile fortschreitender politischer Desillusionierung war ich von 1998 bis 2013 Mitglied bei Bündnis 90/Dings. Die Dauer dieser Zugehörigkeit legt nahe, dass es sich nicht um einen bloßen Zwischenaufenthalt handelte, sondern um eine Phase mit erhöhter emotionaler Instabilität. Inhaltlich wurde diese Zeit durch eine kontinuierliche Beschäftigung mit gesellschafts- und umweltpolitischen Themen geprägt. Themen, die die Grünen schon damals mit den Füßen getreten haben.

Seit 2019 bin ich endlich in meiner politischen Heimat angekommen und Mitglied von Die PARTEI. Seit 2020 gehöre ich dem Stadtrat an und habe bis 2025 den Fraktionsvorsitz übernommen. In dieser Funktion war ich vornehmlich dafür zuständig, jede wichtige Arbeit an meinen Stellvertreter Mario De Falco abzugeben. Im letzten Jahr hat der Versager es jedoch leider nicht mehr in den Stadtrat geschafft, weswegen ich jetzt leider alles selber machen muss (außer, wenn ich horrende Honorare an billige Hilfskräfte auszahle, zum Beispiel an jenen De Falco, der diesen Text schrub).

Mein größter politischer Erfolg ist sicherlich die Verhinderung eines cdU-Bürgermeisters in Jüchen, indem ich dort selbst als Bürgermeisterkandidat antrat. Mein exzellentes Ergebnis von 8,2 % hat dem sPD-Kandidaten die Stichwahl und folgerichtig den Posten gesichert…(auch wieder Scheiße)